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Klimawandel: Anpassung oder Migration

© Filip Erlind
Box

Faktenlage

Ziel 2 der Agenda 2030

  • Den Hunger beenden
  • Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen
  • nachhaltige Landwirtschaft fördern
  • Beendigung aller Formen von Mangelernährung
  • Verdoppelung der landwirtschaftlichen Produktivität
  • Verdoppelung der Einkommen von Kleinbauern
  • Investitionen in die ländliche Infrastruktur, Agrarforschung, landwirtschaftliche Beratungsdienste, die Technologieentwicklung sowie Genbanken für Pflanzen und Nutztiere erhöhen

Klimawandel als Fluchtursache

Die Zunahme von Naturkatastrophen ist zu einem großen Teil die Folge von Industrie, Verkehr und Ressourcenverbrauch. Die negativen Auswirkungen des Klimawandels treffen vor allem die verletzbaren Bevölkerungsgruppen in den armen Ländern, u.a. im Sahel und so auch in Burkina Faso.

Fehlt es weiterhin am Willen der einzelnen Regierung und der Bereitschaft der reichen Industrieländer für eine entsprechende Unterstützung, den Anpassungsprozess voranzutreiben, müssen viele Menschen als Armuts- und Umweltflüchtlinge ihr Land verlassen.

Große Ankündigungen im „Weltzukunftsvertrag“

Die klimabedingte Dürre gilt schon lange als maßgeblicher Treiber für Migration und könnte bis 2050 Migrationsbewegungen in dreistelliger Millionenzahl auslösen.

Bis spätestens 2070 will die Weltwirtschaft im Energiesektor auf den Einsatz fossiler Treibstoffe wie Erdöl und Erdgas verzichten. Dieses Ziel ist eine direkte Maßnahme gegen die schnelle Erderwärmung. Im selben Zeitraum wird sich die aktuelle Bevölkerung Afrikas (2020) von 1,3 Milliarden Menschen auf prognostizierten 2,5 Milliarden Menschen erhöhen. Die vollständige Dekarbonisierung der Weltwirtschaft bis spätestens 2070 ist so gesehen eher eine Illusion, auch mit dem Bau von Atomkraftwerken. Deshalb sind vor allem Anpassungsmaßnahmen in der Landwirtschaft und Vorsorgemaßnehmen für Naturkatastrophen angesagt.

Armutsbekämpfung und Umweltpolitik in Afrika

Armutsbekämpfung und gleichzeitiger Umweltschutz bedingen sich. Wer weiß schon, dass bereits heute die Zahl der Flüchtlinge, die vor Umweltproblemen fliehen, die der politischen und Kriegsflüchtlinge bei weitem übersteigt? Wie kann konkret klimabedingte Armut in Afrika berücksichtigt, die Handlungsfähigkeit der Staaten gestärkt, und die Verursacher des Klimawandels in die Pflicht genommen werden?

In der Praxis wird der Dialog zwischen Industrie- und Entwicklungsländern den Weg weisen. Das Konsum- und Produktionsverhalten der reichen Länder muss sich ändern, so wie auch die Entwicklung in der Dritten Welt durch eigenes nachhaltiges Wirtschaften zu unterstützen ist.

 

Melchior Landolt (Terra Verde) und Umeru (IDD Burkina) bei der Eröffnung ihres Eco Centers in Burkina Faso, ©Anne Mimault

Das tut Deutschland

Noch schafft es Burkina Faso nicht, alle Menschen ausreichend zu versorgen. Weil sehr viele Familien in Armut leben, können ihre Kinder nicht in die Schule gehen und müssen arbeiten, um Geld zu verdienen. Doch das Land hat in den vergangenen Jahren schon viel getan, um die Armut zu verringern. Dabei wird es von vielen Staaten unterstützt.

Die aus der internationalen Zusammenarbeit stammenden Gelder sind für Burkina Faso lebensnotwendig. Zuschüsse und Auslandskredite machen rund 70 Prozent des Staatshaushaltes aus. Burkina Faso gehört zu den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit: Deutschland ist einer der größten bilateralen Geber des Landes und fördert auch die Landwirtschaft. Dadurch können mehr Lebensmittel erzeugt werden und mehr Menschen finden eine Arbeitsstelle.

Die Koppelung der Wirkungen von Armutsbekämpfungs- und Umweltpolitik hat das Potential, in kurzer Zeit geforderte Synergien zu erzielen, um damit Zielkonflikte zu lösen und finanzielle Mittel effizient einzusetzen. 

Das tut Terra Verde

Die würdevolle Migration von Menschen, die ihre Heimat durch den Klimawandel verlieren, bedarf einer Form der Unterstützung, in der diese Menschen Eigenverantwortung übernehmen können und somit die Würde des einzelnen Menschen geachtet wird.

Deshalb setzen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern in Burkina Faso ein, dass bäuerliche Familienbetriebe genügend Land haben, um sich das ganze Jahr ernähren zu können, und dass sie wissen, wie sie ihr Land bebauen und neues Land rekultivieren können, um es auch in Zeiten des Klimawandels langfristig und für zukünftige Generationen fruchtbar zu halten.

Auf internationaler Ebene setzt sich Terra Verde für die gesamte Sahelzone ein, damit das Recht auf Nahrung nicht nur Papierwerk bleibt. Das bedeutet auch, dass wir die Nachfragen von Entscheidungsträgern aus der Agrarpolitik nutzen, um unser praxiserprobtes Wissen in der bäuerlichen Landwirtschaft für skalierbare Projekte weitergeben zu können.

Machen Sie mit!

Fast niemand verlässt freiwillig seine Heimat, seine Familie und seine Freunde. Deshalb sind die betroffenen Bewohner der Sahel-Zone hochmotiviert, sich aktiv zu beteiligen. Unterstützen Sie die Hilfe zur Selbsthilfe, damit die Kleinbauern in Burkina Faso ihren Beitrag gegen Hunger und Mangelernährung einbringen können.

Unsere positiven Klimaeffekte

  • 450.000 Bäume angelegt
  • 5000 km Erosionsschutzanlagen gebaut
  • 18.000 Hektar Wassereinzugsgebiete zurückgewonnen
  • Zunahme der Biomasse in Böden für zusätzliche Einlagerung von CO²
  • Schutz der noch waldreichen Gunstregionen durch Intensivierung der Landwirtschaft
  • Erhalt der natürlichen CO² Senken, lebenswichtigen Ökosystemleistungen und Biodiversität.

Greifbare Ziele

Der Verbau aller erosionsgefährdeten Ackerflächen mit Kontursteinmauern würde 20 Jahren dauern und jährlich rund 50 Millionen EUR kosten. Eine bezahlbare Summe, die weit unter den jährlichen Förderausgaben der internationalen Staatengemeinschaft liegt und Ernährungssicherung für die wachsende Bevölkerung garantiert.