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Hunger-Stop durch Boden- und Wasserkonservierung

Wie aus Brachland Ackerfläche wird

Erfolgsmodell gegen Hunger

Wirkung der Steinmauer

So einfach geht's
  1. Steinmauern um Felder bauen
  2. In der Regenzeit wird das Wasser gesammelt
  3. Wasser und migeführte Sedimente dringen in den Boden ein
  4. Der Boden kann wieder bestellt und geerntet werden

Ohne Steinwälle wird der fruchtbare Teil des Bodens vom Regenwasser weggespült.

Damit dies nicht geschieht, müssen noch viele Steine bewegt werden. Eine Familie mit rund vier Hektar Ackerfläche braucht über 200 Tonnen Steine.

Unsere Technik hat gezeigt, wie unfruchtbare Böden mit dem Bau von Kontursteinmauern rekultiviert werden können. Die in Eigenregie von den Bauern und Bäuerinnen gesetzten Steinreihen bremsen den Abfluss des Regenwassers, das zuvor Ackerkrume und Saatgut mit sich fortschwemmte, und lassen es im Boden versickern, sodass es den Pflanzen zur Verfügung steht – der Anfang vom Endes des Hungers.

Wüstenbildung verhindern, Hunger beenden und den Klimawandel aufhalten

Das Volk von Burkina Faso muss die Wüstenbildung bekämpfen, um sein Land zu retten. Der  UNO-Generalsekretär klärte am Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre auf:

  1. Jedes Jahr verschwinden weltweit 24 Milliarden Tonnen Ackerboden
  2. Die wirtschaftlichen Folgen sind Verluste in Höhe von 490 Milliarden Dollar pro Jahr
  3. am schlimmsten betroffen ist Subsahara-Afrika –  insbesondere die Sahelzone.

Für Burkina Faso:

  1. schätzt die UNO, dass jedes Jahr 360.000 Hektar unbrauchbar werden 
  2. 1/3 der Böden des Staatsgebietes sind bereits degradiert
  3. über 9 Millionen Hektar produktives Land sind verloren gegangen.

Die Wüstenbildung ist ein irreversibler Prozess der Erdoberfläche. Ist die Biosphäre erstmal verschwunden, kommt es zur Bodendegradation, dem Verlust von Nährstoffen und damit zu einer verminderten Bodenfruchtbarkeit. Als Folge steigt der Salzgehalt des Bodens, was Erosionsphänomene und Erdrutsche sowie extreme klimatische Ereignisse verstärkt.

© Filip Erlind

Die Landwirtschaft in Burkina Faso ist gekennzeichnet durch eine fortschreitende Degradation der Böden und eine große Abhängigkeit von Klimaveränderungen. Überweidung und Bevölkerungsdruck kommen erschwerend hinzu. Weite Flächen fruchtbarer Böden erodieren, weil das Land schutzlos der Witterung ausgesetzt ist. Während der Regenzeit versickert so wertvolles Wasser mit den Humusbestandteilen in Erosionsgräben und ist damit nutzlos für Mensch und Tier.

NO GREEN REVOLUTION

Klimawandel stoppen

WITHOUT BROWN REVOLUTION

Klimawandel stoppen

Das Ende der Hunger- und Armutsfalle: Partizipation der Bauern

Das Prinzip ist simpel: Auf erosionsgefährdeten Flächen werden Steinwälle errichtet, um die Abflussgeschwindigkeit des Regenwassers zu mindern. Dadurch wird die Bodenerosion eingeschränkt und die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens gesteigert. Die Grundlage des Erfolges ist genauso simpel: Die Eigenverantwortung der Bauern ermöglichen.

Die einzelnen Schritte:

  1. Das Sammeln und Zerkleinern der Steinen wird in dörflicher Gemeinschaftsarbeit erledigt
  2. Die Steine werden per Lastwagen zu den Feldern gebracht
  3. Per Hand werden die Steinwällen auf den Ackerflächen verlegt
  4. Bei extrem verarmten Böden werden  Löcher für Saatgut / Kompost ausgehoben.

Im Zentrum der laufenden Projektarbeit steht die Stärkung der Organisations- und Managementfähigkeiten der ländlichen Bevölkerung. In unsere Ökozentrum vermitteln wir die ressourcenschonende Bewirtschaftung und die Anwendung der Techniken. Zeitweise waren 450 Dörfern gleichzeitig involviert, dafür mussten wir 3.000 Bauern in den verschiedenen Arbeitsbereichen ausbilden, damit sie als Bauernberater ihr Wissen weitergeben konnten.

Der Steinwall wird so gebaut, dass er nicht ganz undurchlässig ist, das Wasser sickert so langsam durch den Steinwall durch. Durch das Abbremsen des Wassers kann sich der mitgeführte nährreiche Boden auf dem Feld absetzen. 

Um das kostbare Regenwasser zwischen Ende Mai bis Ende September punktgenau einzufangen, gräbt der Landwirt noch spezielle Pflanzlöcher. In ihnen wird das Wasser keilartig direkt an das Pflanzkorn herangeführt.

Für ein Hektar:

  1. werden 10 LKW-Ladungen mit insg. 50 Tonnen Steinen benötigt
  2. benötigen 150 Menschen einen Tag, um die Steinmauern zu verbauen
  3. werden 12.500 Pflanzlöcher ausgehoben (Sorghum, Rispenhirse).

Nur mit unserer und ihrer Hilfe und Unterstützung können die Bauern die Böden und Vegetation auf dem Zentral Plateau erhalten und die Desertifikation bekämpfen.

Machen Sie dem Hunger ein Ende.

Landwirtschaft in Burkina Faso

  • Die Landwirtschaft ist geprägt durch eine fortschreitende Degradation der Böden und eine große Abhängigkeit von Klimaveränderungen
  • Gesamte Landfläche 27.360.000 Hektar
  • Fläche des Waldes 19,6% der Landfläche
  • Bereich Landwirtschaft 45,0% der Landfläche
  • Fläche der Dauerkulturfläche 0,4% der Landfläche

Sorgfältige Auswahl geeigneter Maßnahmen

Die  Erfahrung der letzten 25 Jahre zeigt: Auf dem Zentral Plateau sind boden- und wasserkonservierende Maßnahmen die wirksamste Lösung.

Voraussetzungen:

  • Hohe Siedlungsdichte und damit Druck zu Innovationen
  • Großes und hoch motiviertes Arbeitskräftepotential
  • Es sind ausreichend Steine vorhanden.
© Filip Erlind